Die von uns eingeladenen Lichtdesigner berichten von unserem Ausflug zu Les Arts Décoratifs anlässlich der Pariser Ausgabe von PLDC

PLDC, Professional Lighting Design Convention, dient nicht allein der Begegnung von Fachleuten aus der Beleuchtungsbranche. PLDC ist auch eine Gelegenheit, Orte der jeweils gastgebenden Stadt zu entdecken, die beleuchtungstechnisch gesehen relevant oder von historischem Wert sind.

Anlässlich der vorherigen Ausgabe in Rom hatten wir einen Ausflug zum Palatin unternommen, genau gesagt zu den Diokletiansthermen und dem Domus Augustana, zwei bedeutende historische Stätten, deren Lichtkonzept von uns gestaltet wurde. 

Neue Stadt, neue Epoche.

Von Rom nach Paris, von der Antike zur Neuzeit.

Bei dem diesjährigen Ausflug haben wir uns für ein von uns kürzlich durchgeführtes Beleuchtungsprojekt entschieden: das Musée des Art Décoratifs in der Rue de Rivoli, genau gesagt die Mittelalter- und Renaissanceabteilung.

    Art does not reproduce the visible; rather, it makes visible” Paul Klee 

    Mit diesen Worten bekräftigt Klee, das Kunst nicht nur das Sichtbare wiedergibt, sondern Dinge sichtbar macht, die wir nicht unmittelbar wahrnehmen, auch wenn wir sie immer direkt vor Augen hatten, eine der möglichen Welten, die der Künstler für uns sichtbar machen kann. Analog dazu soll das Licht nicht allein ein Kunstwerk beleuchten: sein Zweck ist es, ihm Bedeutung zu verleihen und es so zu zeigen, wie es von dem Künstler konzipiert wurde, in seinen eigenen unverfälschten Farben. 

    Die Farbe ist eines der wichtigsten Elemente, zusammen mit der Form und den Materialien, die zum Wesen und dem Verständnis des Kunstwerks beitragen: während die Farbe das Element ist, das wir am schwersten wahrnehmen können, sind die beiden anderen Elemente klar, deutlich und unveränderbar, vor allem in geschlossenen Räumen.

    Die passende Aufwertung der Farbe stand also im Mittelpunkt des Projekts, von dem wir bei der Veranstaltung TIME TO SEE THE COLOUR berichten konnten, die am Abend des 3. November stattfand.

    Unsere Gäste hatten die Gelegenheit, an einer exklusiven Führung durch die acht Säle des Museums teilzunehmen, in denen Gemälde, Wandteppiche, Porzellan und verschiedene Möbel zu besichtigen sind, und sie konnten nebenbei die Geschichte dieser Kunstwerke kennenlernen und die Details zu den Mitteln, die eingesetzt wurden, um die einzelnen Räume optimal zu beleuchten.

    Zum Abschluss des Abends gab es einen speech moment mit Olivier Gabet, Museumsdirektor, und Emmanuel Clair, Lichtdesigner des Studios Light Cibles der dieses wichtige Projekt zusammen mit uns durchgeführt hat.

    Nach der Besichtigung haben wir einige unserer Gäste gebeten, uns von ihrer Vorstellung von Licht und Farbe zu erzählen und welche Rolle diese beiden wichtigen Elemente in der Wahrnehmung von Kunstwerken haben können. Sehen Sie hier ihre Antworten:

    Teilen